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Nikon D500 – zunächst für den asiatischen Markt – eingestellt

Die D500 ist in Deutschland seit Monaten als Neuware kaum noch und aktuell gar nicht mehr erhältlich, Zubehör wie der MB-D17 Batteriegriff ist ebenfalls Mangelware. Vorbestellungen sind zwar möglich, ob und wann diese bedient werden ist jedoch vollkommen unklar.

Jetzt verdichten sich die Hinweise, dass die D500 in der Tat abgekündigt ist. Auf der Regionalwebseite für Asien listet Nikon die D500 als „discontinued“:

https://www.nikon-asia.com/en_Asia/product/discontinued/digital-slr-cameras/d500

Die Produktübersicht der Spiegelreflexkameras listet sie für die Region ebenfalls nicht mehr auf:

https://www.nikon-asia.com/en_Asia/products/categories/dslr?

Einen Nachfolger mit Spiegel wird es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geben.

Nikkor DX 16-85mm 3,5-5,6 G IF-ED VR und Nikkor DX 16-80mm 2,8-4,0 E IF-ED VR

Als Nachfolder des Kitobjektives DX 18-70mm 3,5-4,5 G IF-ED brachte Nikon Anfang 2008 das DX 16-85mm 3,5-5,6 G IF-ED VR auf den Markt. Es sollte die Rolle einer höherwertigen Alternative zu den günstigeren Kitobjektiven DX 18-55mm 3,5-5,6 G ED (VR) und DX 18-105mm 3,5-5,6 G ED VR spielen, wobei letztgenanntes erst ca. ein halbes Jahr nach dem 16-85mm erschien. Mitte 2015 wurde es vom nochmals verbesserten – aber auch deutlich teureren – DX 16-80mm 2,8-4,0 E IF-ED VR abgelöst, welches auch im Jahr 2021 als Neuware erhältlich ist.

Da beide Objektive die gleiche Position im Nikon Portefeuille einnehmen, möchte ich sie an dieser Stelle zusammen in einem Artikel vorstellen und auf die praxisrelevanten Unterschiede eingehen. Dies dürfte insbesondere für Käufer auf dem Gebrauchtmarkt von Interesse sein, da beide preislich recht weit auseinander liegen.

Nikkor 16-85mm 3,5-5,6 G IF-ED VR

Mit einer UVP von 679 € war das 16-85mm doppelt so teuer wie das 18-105mm. Das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen. Während die günstigeren Kitobjektive zu mehrfachen Millionensellern wurden, verkaufte sich das 16-85mm in 7 Jahren ca. 450.000 Mal.

Gehäuse und Handling

Die Konstruktion entspricht auf den ersten Blick der Nikon Mittelklasse aus den späten 2000er Jahren. Gehäuse aus Plastik, Fokusdistanzfenster, Micromotor AF-S, gummierte Fokus- und Brennweitenringe, Gummilippe am Bajonett zum Schutz vor eintretender Feuchtigkeit. Schalter für AF an/aus, VR an/aus, VR Modus normal/active.

Nimmt man das Objektiv jedoch in die Hand, vermittelt es einen deutlich wertigeren Eindruck, als das Äußere es zunächst vermuten lässt. Die 485g wirken aufgrund der Größe des Objektivs überraschend. Der Brennweitenring läuft satt und recht stramm. Dazu mag auch der aus Metall gefertigte, zweifach ausfahrende Innentubus beitragen. Den guten haptischen Eindruck trügt leider der recht gemächlich agierende Autofokusantrieb.

Optische Leistung (beurteilt am 20,1 MP Sensor der D500)

Die variable Lichtstärke beträgt je nach Brennweite: 16mm f/3,5 – 18mm f/3,8 – 22mm f/4,0 – 26mm f/4,2 – 31mm f/4,5 – 38mm f/4,8 – 46mm f/5,0 – 55mm f/5,3 – 68mm f/5,6.

Das Bildzentrum weist bereits bei Offenblende von 16 bis ca. 70mm eine sehr gute Schärfe auf und gewinnt durch Abblenden um eine Blende. Ab 70mm fällt die Schärfe über das gesamte Bildfeld hinweg ab. Das schwache Ende ist bei diesem Zoom definitiv im Telebereich zu finden. Die Bildränder erreichen bei 16mm bereits eine sehr gute Schärfe, die Ecken brauchen jedoch Blende 8 um als gut durchzugehen. Bei weiter geöffneter Blende sind sie etwas matschig (wobei wir hier wirklich um die äußersten Bereiche reden). Ab 20mm aufwärts erreichen die Ecken bei gleicher Blende eine identische Schärfe wie die Bildränder und dies ist erfreulicherweise bereits ab Blende 5,6 der Fall. Zusammengefasst: 16-20mm: Blende 8, 20mm-70mm: Blende 5,6, darüber wieder Blende 8 bei insgesamt abfallender Leistung.

Farbsäume/CAs sind durchschnittlich korrigiert und treten an starken Kontrasten durchaus auf, insgesamt aber gut korrigierbar. Farben und Kontraste sind insgesamt sehr ordentlich, ohne flau oder besonders herausragend zu sein. Insgesamt bildet das Objektiv ordentlich ab, ohne dass Bilder optisch besonders herausstechen.

Nikkor DX 16-80mm 2,8-4,0 E IF-ED VR

Mit einer UVP von 1.200 € hat Nikon den Preis im Vergleich zum Vorgänger fast verdoppelt, was bei Vorstellung des Objektivs für einiges Stirnrunzeln gesorgt hat. Damit dringt der Preis durchaus in den Bereich der Profizooms vor.

Gehäuse und Handling

Das Problem dabei ist nur: dem Objektiv lediglich einen goldenen Ring hinter dem Filtergewinde zu verpassen und die Linsen weiterhin in einem durchschnittlichen Plastikgehäuse zu verpacken reicht nicht, um es in den Augen der Kundschaft zu einem Profizoom zu machen. Man könnte auch sagen, dass die äußere Erscheinung und die variable Lichtstärke die wirklichen Stärken dieses Objektivs verdeckt und damit ein Akzeptanzproblem geschaffen hat.

Im Gegensatz zum Vorgänger wurde das Objektiv technisch in vielen Punkten deutlich verbessert. Der Autofokus reagiert flotter und ist dabei leiser, die Blende wurde auf elektronischen Antrieb umgestellt und das Filtergewinde wuchs aufgrund der deutlich verbesserten Lichtstärke von 67mm auf 72mm.

Die Verarbeitung macht jedoch nicht mehr einen so soliden und kompakten Eindruck wie beim Vorgängermodell. Die inneren Auszüge wurden auf Plastik umgestellt und die Gegenlichtblende HB-75 erhielt eine merkwürdige, rechteckige Grundform. Insgesamt fühlt sich das Gehäuse deutlich mehr nach „Consumerklasse“ an, ohne jedoch instabil zu wirken. Aufgrund des größeren Durchmessers (72mm Filtergewinde statt 67mm beim Vorgänger) wirkt das Objektiv etwas leichter als der Vorgänger, obwohl dies bei 480g und somit lediglich 5g weniger ein Trugschluss ist.

Optische Leistung (ebenfalls an D500)

Die Blendenreihe liest sich deutlich erfreulicher als beim Vorgängermodell: 16mm f/2,8 – 22mm f/3,0 – 28mm f/3,2 – 34mm f/3,3 – 40mm f/3,5 – 52mm f/3,8 – 62mm f/4,0

Bereits ab Offenblende ist die Schärfeleistung im Bildzentrum sehr gut und gewinnt durch Abblenden nur moderat. Zu 80mm hin ist hierbei auch kein Leistungsabfall auszumachen – die erste, deutliche Verbesserung zum 16-85mm.

Die Bildränder können mit der Schärfe im Bildzentrum bei Offenblende über den gesamten Brennweitenbereich nicht ganz mithalten, erfreulicherweise fallen die Ecken nicht nochmals weiter ab. Bei Blende 5,6 wird bei allen Brennweiten über das gesamte Bildfeld hinweg eine sehr gute Schärfe erzielt. Weiteres Abblenden erhöht lediglich die Tiefenschärfe, verbessert aber nicht die Bildqualität. Anders ausgedrückt: ab Blende 5,6 braucht man sich über die Bildschärfe keine Gedanken mehr machen.

CA/Farbsäume sind etwas besser korrigiert als beim 16-85mm, der Unterschied ist jedoch nicht gewaltig. Farben und Kontraste sind vergleichbar.   

Vergleich und Fazit

Das 16-80mm 2,8-4,0 ist eindeutig das bessere Objektiv – höhere Lichtstärke, gepaart mit besserer Bildqualität im Weitwinkel und Telebereich.  Allerdings erkauft man sich diese Vorteile mit einem deutlich höheren Gebrauchtpreis im Vergleich zum 16-85mm. Sofern man mit den moderaten Einschränkungen des 16-85mm leben kann, stellt es eine solide Wahl für den DX Sensor dar. Das 16-80mm kann hingegen trotz des Äußeren Erscheinungsbildes mit professioneller Abbildungsleistung glänzen.

16-85mm @ 16mm f/3,5
16-85mm @ 85mm f/8
16-80mm @ 16mm f/5,6
16-80mm @ 56mm f/5,6

Historische Nikon Preise in Deutschland – Objektive und Kameras 1996

Preise eines deutschen Versandhändlers Juli-August 1996. Vielen Dank an Hartmut Scholz für die Zusendung der Preisliste!

Alle Preise in DM.

Objektive

Nikkor AF
1.8/50mm 199,-
1.4/50mm D 579,-
2.8/60mm Mikro D 799,-
1.8/85mm D 859,-
1.4/85mm D 1999,-
2.8/105mm Mikro D 1499,-
2.0/135mm DDC 1949,-
2.8/180 ED D 1699,-
3.3-4.5/24-50mm D 829,-
3.5-4.5/28-70mm D 699,-
3.5-5.6/28-80mm D 419,-
2.8/35-70mm D 1349,-
4.0-5.6/35-80mm D 279,-
3.5-4.5/35-105 D IF 759,-
3.5-4.5/35-135 749,-
4.5-5.6/80-200mm D 459,-
2.8/80-200mm D 1899,-
4.0-5.6/70-210mm D 649,-
4.5-5.6/75-300mm D 1199,-

Kamera AF

F50 549,-
F50 D 669,-
F-601 699,-
F-601 QD 799,-
F70 949,-
F70 Date 1099,-
F90X 1849,-
F90X inkl MB-10 u MS-11 1999,-
F4 3499,-
F4S 3699,-
F4E mit MB23 3899,-

Datenrückwand

MF-20 239,-
MF-21 549,-
MF-25 298,-
MF-26 599,-

Div. Zubehör

Fernauslöser MC-30 149,-
Fernauslöser MC-20 285,-
IR-Fernauslöser ML-3 419,-
Mattscheibe „E“ für F-801 89,-
Mattscheibe „E“ für F90 89,-

Objektive Nikkor MF

1.8/50mm 279,-
3.5-4.5/35-70mm 689,-

Kamera MF

FM-2 chrom 1079,-
FM-2 schwarz 1149,-

Blitzgeräte

SB-22 329,-
SB-26 749,-
SB-27 529,-

Weitere Preislisten:

Nikon FM und FM2n

Die FM Modelle von Nikon traten in den späten 1970ern die Nachfolge der Nikkormat Reihe an.

FM

Als Nachfolger der recht massiv gebauten Nikkormat Modelle erschien 1977 die Nikon FM, eine SLR mit mechanischem Verschluss, die lediglich für den Betrieb des Belichtungsmessers zwei 1,5V Knopfzellen SR44 (oder eine 3V Lithiumbatterie 1/3N) benötigt. Man kann sie als Nachfolger der Nikkormat FT3 sehen, die für kurze Zeit die AI Blendensteuerung in die Nikkormat Serie brachte.

Die FM ist deutlich leichter als der doch recht schwere Vorgänger, ohne jedoch den Eindruck einer leichtgewichtigen Konstruktion zu erwecken. Die Verarbeitung ist tadellos. Als Einstellscheibe ist eine nicht wechselbare K-Version mit Mikroprismenring und Schnittbildindikator verbaut.

Der mechanische Verschluss bietet Zeiten von 1s bis 1/1000s in ganzen Schritten von ½, ¼, 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500, 1/1000. Die Blitzsynchronzeit liegt bei 1/125s.

FM2 und FM2n

Mit der FM2 stellte Nikon im Jahr 1982 eine überarbeitete Version der FM vor. Der nun aus Titan gefertigte Verschluss bietet nun erstmals eine mechanisch gesteuerte Verschlusszeit von 1/4000s, die Blitzsynchronzeit steigt zunächst auf 1/200s. Bereits 1983 wird aus der FM2 die FM2n (erkennbar am „N“ vor der Seriennummer auf der Rückseite des Gehäuses), nun mit einer Blitzsynchronzeit von 1/250s. Bei der FM2 ist die Sucherscheibe erstmals wechselbar und trägt die Bezeichnung K2. Es stehen Mattscheiben ohne Fokushilfen in Vollmatt (B2) oder mit Gitterlinien (E2) als Zubehör zur Verfügung.

Das Verwirrspiel um den Verschluss

Bei der FM2/FM2n kam in den ersten Jahren der Produktion ein Titanverschluss zum Einsatz. Dieser ist an einer Wabenstruktur auf den einzelnen Lamellen erkennbar. Wobei diese Struktur nicht geprägt, sondern per Chemie in die Lamellen eingeätzt wurde um Material wegzunehmen und die einzelnen Lamellen somit leichter zu machen. Dieser Verschluss wurde auch bei den Kameramodellen FE2 und FA eingesetzt, die jedoch beide nur bis 1989 gebaut wurden.

Nikon Verschluss Titan und Aluminium

Titanverschluss (links) und Aluminiumverschluss (rechts)

Da die FM2n jedoch bis zum Jahr 2001 weiter produziert wurde, lohnte sich die weitere Herstellung dieses doch recht aufwändig gestalteten Verschlusses vermutlich nicht. Ab 1989 erhielt die FM2 daher einen aus Aluminiumlamellen bestehenden Verschluss, der produktionstechnisch näher an den Versclüssen anderer Kameramodelle der Zeit liegt.

Es gibt eigentlich keinen Grund einen der beiden Verschlüsse aus technischer Sicht zu bevorzugen, jedoch ist eine FM2n mit Aluminiumverschluss nach 1989 gebaut worden und somit neuer. Die letzten Gehäuse sind übrigens am eingeprägten „CE“ Symbol in der Bodenplatte erkennbar. Erwischt man ein solches Exemplar dürfte die Kamera in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre gebaut worden sein.

Manche findigen Verkäufer bieten eine FM2 oder FM2n mit Titanverschluss auch als „FM2 Titan“ an. Dabei handelt es sich jedoch um eine Spezialversion der FM2 mit Titangehäuse bzw. -oberkappe und champagnerfarbenen Lackierung. Dieses Modell firmiert als FM2/T und ist auch entsprechend am Gehäuse gekennzeichnet.

Bei fast allen Kameras haben sich mittlerweile die Lichtdichtungen an der Rückseite und auch der Spiegeldämpfer in eine teerige Masse aufgelöst. Man kann geeignete Schaumstoffe im Internet beziehen (z.B. www.micro-tools.de) und selber zurechtschneiden. Alternativ bietet auf Ebay ein engagierter Verkäufer unter dem Verkäufernamen „kameradoktor“ von Zeit zu Zeit passende Dichtungssätze an.

Gehäuse und Handling

FM und FM2 sind von der Bedienung her identisch. Auf der Vorderseite der Kamera findet sich neben einem Abblendhebel nur der mechanisch arbeitende Hebel für den Selbstauslöser. Der Anschluss für ein Blitzsynchronkabel rundet die schlichte Vorderansicht ab.

Nikon FM und FM2 Oberseite

Nikon FM (oben) und FM2 (unten) Oberseite

Auf der Oberseite befinden sich lediglich Schnellspannhebel, Bildzählwerk, Auslöser, Zeitenwahlrad inkl. ISO/ASA Einstellung, Blitzschuh und die Rückspulkurbel. Eine Einstellung für die Belichtungskorrektur fehlt, da der Verschluss sowieso nur in ganzen schritten arbeitet und die Kameras dies mangels Elektronik nicht umsetzen können.

Die FM verfügt in der ersten Serie (Seriennummern kleiner als 3000000) rund um den Auslöser über einen Umschalter, der bei Verwendung der Motorantriebe MD-11 oder MD-12 auf die richtige Position (rote Markierung) gestellt werden muss. Stellt man diesen Ring nicht auf die rote Markierung, blockieren Kamera und Motorantrieb.

Die Gehäuse von FM und FM2 sind sich auch hinsichtlich der Verarbeitung recht ähnlich. Beide vermitteln einen soliden Eindruck bei moderatem Gewicht. Die FM2 ist 50g leichter (540g zu 590g). Beide haben aber über die Jahrzehnte hinweg bewiesen gleichermaßen stabil zu sein.

Der Belichtungsmesser arbeitet mit mittenbetonter Messung, bei der ein Kreis in der Mitte mit Umfang von 12mm zu 60% in die Belichtungsmessung einbezogen wird, das restliche Bildfeld wird somit mit 40% gewichtet. Eine Messwertspeichertaste steht nicht zur Verfügung.

Nikon FM FM2 Belichtungsmesser

Anzeige des Belichtungsmessers in der Nikon FM2 – von Überbelichtung bis Unterbelichtung

Die Anzeige des Belichtungsmessers ist sehr rudimentär gelöst. Im Sucher befinden sich rechts neben der Mattscheibe drei LEDs. Die Obere zeigt Überbelichtung, die Mittlere korrekte Belichtung und die Untere Unterbelichtung an. Leuchtet nur die mittlere LED, ist die Belichtung im Rahmen von 1/5 Blende optimal. Leuchtet die mittlere LED zusammen mit einer der beiden anderen LEDs, weicht die Belichtung um bis zu einer Blendenstufe ab. Leuchtet nur ein Indikator für Über- oder Unterbelichtung beträgt die Abweichung mehr als eine Blende. Die LEDs erlöschen, sofern die Kombination aus Belichtungszeit und Blende gänzlich ungeeignet ist.

Dies unterscheidet sich stark von der Anzeige in den elektronischen Kameras FE und FE2. Dort sind zwei Nadeln und eine Belichtungszeitenskala eingebaut. Die eine zeigt die aktuell eingestellte Verschlusszeit an, die andere die aktuell vom Belichtungsmesser ermittelte Zeit. Durch Änderung der Belichtungsparameter muss man diese beiden Anzeigenadeln in Übereinstimmung bringen. Bei einer mechanisch arbeitenden Kamera hätte man eher diese mechanische Anzeige, als eine Lösung über elektronische LEDs erwartet.

Man kann jedoch in beiden Systemen Vor- und Nachteile sehen. So kann man bei den FE Modellen die Belichtungszeit als Zahl ablesen, dafür diese Nadeln und die Skala im Dunklen nicht erkennen. Bei den FM Modellen sieht man keine Zeiten, dafür können die LEDs auch im Dunklen gesehen werden.

Zum Vorgang des Fotografierens an sich braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Nach Einlegen des Films, Transport auf Bild 1 und Einstellung der Filmempfindlichkeit bestimmt lediglich das Spiel mit Zeit, Blende und Fokus das Bildergebnis. Simpler und puristischer kann man nicht fotografieren.

Da der Verschluss nur in ganzen Belichtungsschritten arbeitet bleibt es an der Blende für ggf. notwendige Belichtungskorrekturen zu sorgen. Auch wenn die manuellen Nikkor Objektive Rastungen bei ganzen Blendenwerten besitzen kann man ohne Probleme Zwischenwertte einstellen.

Fazit

Fotografie mit den mechanischen FM und FM2/n ist pure Entspannung. Beide Kameras sind nicht wirklich für actiongeladene Motive geeignet da die Einstellung von Zeit, Blende und Fokus durchaus seine Zeit benötigt. Selbst eine simple Zeitautomatik wie in den FE Modellen beschleunigt das Fotografieren im Vergleich zu den FM Modellen enorm. Dafür entschädigen FM und FM2 mit ihrer soliden, präzisen und ausfallsicheren Mechanik.

Nikon ist es hoch anzurechnen länger als viele andere Hersteller vollmechanisch arbeitende Kameras angeboten zu haben. Die FM2n wurde bis zum Start des digitalen Zeitalters angeboten und selbst danach bekam sie in Form der FM3a noch einen Nachfolger, der bis 2006 verkauft wurde. Die FM3a betrachte ich jedoch eher als Sammlerobjekt. Aufgrund der hohen Preise ist man mit einer FM oder FM2/n für den praktischen Einsatz deutlich besser bedient.

Nikon FM2n mit CE Zeichen. Diese Kamera stammt aus der zweiten Hälfte der 1990er Jahre.

Mit etwas Glück kann man eine FM schon für wenig mehr als 100 Euro ergattern, die FM2n ist mit 200 bis 300 Euro deutlich teurer. Die Entscheidung zwischen beiden Kameras kann aufgrund ihrer Gleichartigkeit fast nur anhand der benötigten Verschlusszeit getroffen werden. Wenn man sich sicher ist keine kürzere Zeiten als 1/1000s zu benötigen, kann man mit der FM durchaus Geld sparen.

Die höheren Preise der FM2 spiegeln natürlich auch ihr vermeintlich jüngeres Alter. Dies gilt aber auch nur dann, wenn man ein Modell mit Aluminiumverschluss kauft. Bei Modellen mit Titanverschluss sehe ich keinen Vorteil in Bezug auf das Alter – ob eine Kamera nun 1977 (älteste mögliche FM) oder 1988 (jüngste mögliche FM2 mit Titanverschluss) gebaut wurde, spielt aus der Sicht des Jahres 2020 eigentlich eine untergeordnete Rolle.

Beide Kameras wurden in Silber und Schwarz angeboten. Wie damals sind die schwarzen Modelle seltener, da teurer.

CFexpress – Probleme mit SanDisk Karten und Lesegeräten

Der neue Speicherkartenstandard CFexpress hat mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen. Das die DeLock CFexpress Karten mit Protokollversion 1.0 ggf. Probleme machen würden, war fast zu erwarten. Allerdings verhalten sich diese Karten bis auf eine sehr langsame Performance in der Z7 recht unauffällig. Das der CFexpress Kartenleser von DeLOCK keine Sandisk Karten mit Protokollversion 2.0 liest ist ebenfalls keine Überraschung, schließlich ist er klar als Version 1,0 deklariert. Der SanDisk Kartenleser liest hingegen DeLock und SanDisk Karten gleichermaßen ohne Probleme.

SanDisk hat jedoch mit größeren Problemen zu kämpfen. Ich habe derzeit neben einer DeLOCK Karte samt Lesegerät zwei SankDisk CFexpress Karten und zwei SanDisk Kartenleser (Karten und Leser aus der ExtremePro Reihe) zur Verfügung.

Anscheinend hat SanDisk zu große Fertigungstoleranzen bei Karten und ggf. auch Lesegeräten. Bei einer der beiden SanDisk Karten sitzt die Platine minimal tiefer im Gehäuse als bei der anderen Karte. Dies hat zur Folge, dass sich diese Karte in den SanDisk ExtremePro Kartenlesern nur dann lesen lässt, wenn man sie aktiv in den Leser hinein drückt.

Zu große Fertigungstoleranzen Verhindern eine korrekte Funktion bei SanDisk CFexpress Speicherkarten

Der Versatz ist wirklich sehr gering, was wiederum die Vermutung nahelegt, dass die Kartenleser die Speicherkarten nur sehr knapp erfassen und das schon minimalste Abweichungen in der Verarbeitung zu einem Kontaktproblem führen. Bei einem Kartenleser, der ca. 60-70 Euro kostet ist dies kein akzeptabler Zustand.

CFexpress ist derzeit eine experimentelle Technologie und im aktuellen Zustand nicht empfehlenswert.

© 2022 Dennis Saßmannshausen Fotografie

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