Nikon F 20mm 3,5 UD

F 20mm 3,5 UD

Markteinführung 1967, Abgelöst 1974 vom 20mm 4,0 AI. Ungefähr 40.000 Exemplare.

Mein Exemplar dieses Objektivs könnte man wahrscheinlich als Ruine bezeichnen. Bei Kauf war es mechanisch defekt, die Gläser jedoch ohne Kratzer. Ich hatte einige Bedenken, überhaupt einen Bericht über dieses Objektiv online zu stellen. Nachdem ich fast ein komplettes Wochenende in die Reparatur der Objektivmechanik investiert habe bin ich zuversichtlich, ein vollständig funktionierendes Exemplar zu besitzen. Es mag jedoch Exemplare geben, die optisch etwas besser abschneiden.

Sogar dieses sehr abgenutzte Exemplar vermittelt noch den Eindruck einer sehr soliden Konstruktion. Lediglich der ursprünglich gebrochene Zentrierstift, welche während des Fokusvorgangs den inneren Objektiv-Tubus in Position hält, ist anscheinend für die massive Konstruktion zu schwach dimensioniert. Das 20mm 3,5 UD ist mit einem Filterdurchmesser von 72mm deutlich größer als das später vorgestellte 20mm 3,5.

Von der Bildqualität her kann es sein Alter nicht verleugnen. Bei Blende 3,5 ist die Bildmitte schon erstaunlich scharf. Jedoch lässt die Bildqualität insgesamt zu den Rändern hin dermaßen nach, dass sich eine Art optischer Tunnelblick entwickelt. Dazu trägt auch die starke Vignettierung bei, di erst bei Blende 5,6 ein vertretbares und bei Blende 8 ein unproblematisches Niveau erreicht.

Die beste Schärfe in den Ecken wird – wenig überraschend – bei Blende 11 erreicht, ohne jedoch an die heutigen Weitwinkel heranzureichen.

Farben und Kontrast bilden sehr gut ab.

Rating DX
12 MP
12 MP: Aufgrund der schon bei Offenblende guten Bildqualität ab f/5,6 für Landschaften auf 12 MP DX voll einsetzbar.
Rating FX
12 MP
Auf 12 MP FX für Landschaftsmotive nicht sehr gut geeignet, da die Leistung zur den Ecken hin zu stark nachlässt. Blende 11 erreicht die maximale Abbildungsqualität.

Samples (FX / 12MP): 20mm f/3,5 20mm f/3,5 20mm f/8