Nikon K 300mm 4,5 ED non-IF

K (AI Umbau) 300mm 4,5 ED non-IF

Im Angebot von Nikon findet sich diese Brennweiten-/Lichtstärkekombination seit 1964. Das seit 1969 angebotene 300mm 4,5 Objektiv wurde 1977 zusätzlich in einer überarbeiteten ED-Version angeboten. Diese Variante blieb jedoch nur bis Anfang 1979 im Objektivkatalog, da es bereits seit 1978 vom 300mm 4,5 IF-ED abgelöst wurde.

Somit wurden Ende 1978, Anfang 1979 parallel drei Verschiedene 300mm 4,5 Objektive verkauft, ab 1980 blieb es bei einer Version ohne und einer Version mit ED-Glas und Innenfokussierung.

Aufgrund der extrem kurzen Bauzeit wurden lediglich 1000 K-Versionen und 1000 native AI-Objektive produziert. Ein Exemplar dieser Baureihe aufzutreiben kann daher zum Geduldsspiel werden. Fast zwei Jahre vergingen, bis ich ein 300mm 4,5 ED ergattern konnte.

Im Gegensatz zur nachfolgenden IF-version besitzt dieses Objektiv eine traditionelle Entfernungseinstellung mit langem Schneckengang und deutlicher Verlängerung des Tubus zum Nahbereich hin. Dadurch wiegt es 200g mehr als das IF-Pendant und naturgemäß muss mehr Kraft zur Einstellung des Fokus aufgewendet werden. Dies ist jedoch aufgrund der exzellenten Mechanik und Verarbeitung kein Problem. Im Gegenteil: der relativ lange Fokusweg ermöglicht eine präzise Scharfstellung, allerdings zu Lasten der Geschwindigkeit.

Im Vergleich zum neueren 300mm 4,5 IF-ED bildet die non-IF Variante bereits ab Offenblende deutlich schärfer und kontrastreicher ab. Es spricht – außer einer sehr geringen Schärfetiefe – nichts dagegen, das Objektiv bei Offenblende zu benutzen. Abblenden auf f/5,6 verbessert das exzellente Niveau nur unwesentlich. Erst ab Blende 8 sind beide Objektive vergleichbar.

Farbsäume spielen keine Rolle und die Vignettierung ist bei Offenblende sichtbar, aber nicht störend. Eine weitere positive Eigenschaft ist die gute Verträglichkeit mit Konvertern. Empfehlenswert ist hier Blende 5,6, allerding liefert auch f/4,5 in Zusammenspiel mit einem Kenko 1,4x Konverter brauchbare Ergebnisse (Sample s.u.).

Fazit: Extrem selten, extrem gut.