UPDATE 07.2017: SW Testscans am Ende des Artikels hinzugefügt.

Der Markt für Filmscanner wurde in den letzten zehn Jahren immer enger. Die meisten Hersteller haben die Produktion vor 10 Jahren eingestellt, was zu einem sehr überschaubaren Angebot an neuen Geräten und explodierenden Preisen auf dem Gebrauchtmarkt geführt hat.

Ich möchte an dieser Stelle die fünf Scannermodelle, die bei den meisten Käufern von KB Filmscannern im Jahr 2017 bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen dürften, kurz vorstellen und miteinander vergleichen. Scanner für Mittelformat werden an dieser Stelle nicht betrachtet.

Einzig verbliebene Anbieter neuer Consumer-Geräte sind hierzulande die Firmen Reflecta und Plustek. Während bei Plustek in der OpticFilm Reihe seit einigen Jahren keine Weiterentwicklung der Scanner mehr festzustellen ist, vertreibt Reflecta unter eigenem Namen in Europa Scanner des taiwanesischen Herstellers Pacific Image. Das Produktportfolio wurde letztmals 2014 aktualisiert und deutlich verbessert.

Auf dem Gebrauchtmarkt spielen 8 Jahre nach Einstellung der Produktion immer noch die Scanner von Nikon eine sehr große Rolle. Die Preise für Altgeräte haben in den letzten Jahren merklich angezogen und liegen für die letzte Gerätegeneration nun über dem Neupreis des Jahres 2009. Der gute Ruf der Nikon Scanner hat die Preise ebenfalls über die Neupreise der vergleichbaren Angebote von Reflecta getrieben.

Neugeräte: Reflecta

Reflecta bietet eine relativ umfangreiche Produktpalette unterschiedlicher Scannertypen an. Die einfachen, meist unter 200 Euro kostenden Geräte, fotografieren die eingelegten Negative oder Dias lediglich ab. Darüber rangieren drei „echte“ 35mm Filmscanner von Pacific Image für Kleinbild, sowie ein Magazinscanner für Dias. Das Spitzenmodell MF5000 scannt sogar Mittelformat.

Von den drei 35mm Kleinbild Scannern dürften die Modelle ProScan und RPS am interessantesten sein. Der CrystalScan ist sehr einfach gehalten und offensichtlich nur für gelegentliche Nutzung konzipiert.
Der wesentliche Unterschied der beiden Modelle besteht in der Filmzuführung. Während der RPS 10M Filmstreifen ab der Länge von drei Bildern ausschließlich per Einzug automatisch transportiert und sonst nur gerahmte Einzelbilder entgegen nimmt, arbeitet der ProScan 10T mit einem Filmstreifenhalter, in den Streifen zu maximal 6 Bildern Länge eingelegt werden können.

ProScan 10T

Reflecta ProScan 10T und Filmstreifenhalter

Mit einer werbeträchtigen Auflösung von 10.000 dpi unterscheidet sich der ProScan 10T auf dem Datenblatt nicht wesentlich vom größeren Bruder RPS 10M. Auf den ersten Blick scheint der Unterschied hauptsächlich in der manuellen Filmzuführung zu liegen. Dies ist jedoch nicht der Fall, da Scanoptik und CCD Sensor ebenfalls andere Charakteristika aufweisen.

Mit einem Dichteumfang von 3,9 ist er den meisten Vorlagen mehr als gewachsen und in der Lage, dunkle so wie helle Details ausreichend aufzulösen. Die Auflösung kann man irgendwo zwischen 4.000 und 4.300 dpi ansiedeln, sofern im Scanprogramm mit 5.000 dpi gescannt wird. Ein Scan mit 10.000 dpi wird lediglich größer, aber nicht detailreicher.

Im Gegensatz zu allen anderen hier vorgestellten Geräten verfügt die Optik des Scanners nur über einen Fixfokus. Extrem gewölbte Negative oder Dias können zur Bildmitte hin potentiell aus der Schärfeebene herausfallen. In der Praxis ist dies jedoch bisher nicht vorgekommen. Anscheinend verfügt der Scanner über eine ausreichende Tiefenschärfe.

Die Filmzuführung erfolgt für Dias und Filmstreifen gleichermaßen über einen entsprechenden Halter, der horizontal durch das Gerät geschoben wird und pro Bild mit einer Rastposition versehen ist. In einem Sichtfenster kann die korrekte Positionierung des Einzelbildes kontrolliert werden.

Der Filmstreifenhalter hakelt manchmal beim Schieben von Bild zu Bild. Dies liegt an den vertikalen Trennstegen, die sich an der Außenkante des Gehäuses „aufhängen“. Manchmal brechen die Stege auch, was sich mit Sekundenkleber leicht beheben lässt. Dennoch sollte man den Halter als Verschleißteil ansehen.

Die Scangeschwindigkeit kann als relativ gemütlich bezeichnet werden. Mehr als 2:30 Minuten vergeht, ehe ein Scan mit 5000 dpi auf der Festplatte landet.

RPS 10M

Reflecta RPS 10M

Der große Vorteil des PRS 10M ist im Vergleich zum ProScan 10T auch fast der größte Nachteil. Filmstreifen müssen eine mindestlänge von drei Bildern aufweisen. Glücklicherweise kommen Filmstreifen mit einer Länge von zwei Bildern recht selten vor – diese müsste man zerschneiden und über den Diaeinschub an der Vorderseite des Gerätes einscannen.

Viel problematischer ist die Filmzuführung an sich. Manche Filmsorten rutschen beim Transport durch. Man kann fast nur im Einzelbildmodus arbeiten, da festgelegte Bildausschnitte im Serienscan oftmals nicht eingehalten werden. Störungen sind zwar nicht immer der Fall aber wenn Sie auftreten, wird man ab und zu mit zwei halben Bildern belohnt, da der Film nicht weit genug transportiert werden konnte.

Dieser Fehler setzt sich anschließend bei allen nachfolgenden Fotos auf dem jeweiligen Filmstreifen fort – ungünstig, wenn es schon beim zweiten Bild zu Problemen kommt.

Über ein Sichtfenster kann die Position des Bildes kontrolliert und über Vor- und Rückspultasten am Gehäuse in feinen Schritten justiert werden. Dies ist jedoch keine Lösung, um auftretende Positionierungsfehler im Serienscan zu beheben.

Die Auflösung ist minimal besser als beim ProScan 10T. Auch hier liefert die Einstellung von 5.000 dpi bereits das Maximum an Details. Der Dichteumfang von 4,2 ist mehr als ausreichend und befindet sich auf dem Niveau der Nikon Coolscans.
Die Optik bietet eine Autofokusfunktion, welche recht zuverlässig arbeitet.

Allerdings gilt es, ein Kuriosum dieses Scanners zu beachten: Je nachdem, wie der Film eingelegt wird, erzielt man eine unterschiedliche Bildschärfe bzw. Auflösung.
Der Filmstreifen sollte verkehrt herum, mit der matten Schichtseite nach oben, eingelegt werden. Im Scanprogramm muss die Option zum Spiegeln des Bildes aktiviert werden, da ansonsten ein seitenverkehrtes Bild entsteht.

Ein Scan mit 5000 dpi ist vergleichbar schnell bzw. langsam wie beim kleineren ProScan 10T.

Insgesamt liefert der RPS 10M farblich neutrale Scans mit einer hohen Auflösung. Die ungenügende Mechanik des Filmtransports trübt den Gesamteindruck leider. Sofern man bereit ist, jedes Bild einzeln zu positionieren oder falsch transportierte Filmstreifen erneut zu scannen, lohnt sich der Kauf dieses Modells aufgrund der hohen Auflösung dennoch.

Gebrauchtgeräte: Nikon

Selbst 8 Jahre nach Einstellung der Produktion eilt den Nikon Scannern ein tadelloser, wenn nicht sogar legendärer Ruf voraus. Die letzte Modellgeneration zwischen 2004 und 2009 erreicht auch heute noch respektable Auflösungswerte und einen großzügigen Dynamikumfang.

Die ersten drei Modellgenerationen dürften aus heutiger Sicht uninteressant sein. LS-1000, LS-2000 und LS-30 bieten nur bis maximal 2700 dpi und lassen sich nur an einem SCSI Anschluss betreiben. Es dürfte kaum lohnen, diesen Aufwand heutzutage noch zu betreiben.

Somit bleiben – abgesehen von den größeren Mittelformatscannern – insgesamt vier Modelle am Gebrauchtmarkt übrig: LS-40, LS-4000, LS-50, LS-5000. Die Coolscan Modelle 4000 und 5000 verfügen gegenüber den 40/50er Modellen über erweiterte Anschlussmöglichkeiten für Zubehör, wie z.B. einem automatischen Diamagazin und scannen schneller.

Der LS-4000 kann mit einer Auflösung von 4000 dpi punkten, ist aber trotz des höheren Alters ähnlich teuer wie ein LS-50. Der LS-5000 hingegen schwingt sich in Preisregionen deutlich über 1.000 € auf, die einen Gebrauchtkauf wenig sinnvoll erscheinen lassen.

Nikon Coolscan 4000 und Coolscan V

Coolscan IV / LS-40

Der Coolscan IV ist das “kleinste” der hier vorgestellten Coolscan Modelle. In der vierten Generation bot Nikon erstmals zwei unterschiedliche Modelle für Kleinbild zu unterschiedlichen Preisen an. Beide Modelle unterschieden sich hinsichtlich den Anschlussmöglichkeiten für Zubehör, der Auflösung und dem Dichteumfang.

Mit 2900 dpi Auflösung und einem Dichteumfang von 3,6 hält der LS-40 einen Respektabstand zum größeren Modell LS-4000 ein. Der Aufbau des Scanners unterscheidet sich ansonsten nicht, auch die automatische Staub- und Kratzerentfernung ICE ist mit an Bord. Der Anschluss an den PC erfolgt im Gegensatz zum großen Bruder über einen deutlich Massentauglicheren USB 1.0 Anschluss.

Trotz des relativ geringen Dichteumfangs und der – aus heutiger Sicht – moderaten Auflösung von 2900 dpi gelingen dem Scanner durchaus Scans, die im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Scannern nicht deutlich schlechter sind. Je nach verwendeter Filmsorte mögen die erreichbaren 10 Megapixel durchaus das Maximum des Ausgangsmaterials wiederspiegeln. Bei Filmen bis ASA 200 lösen die anderen Scanner jedoch mehr Details auf.

Rund 109 Sekunden benötigt der Coolscan IV für einen Scan mit 2900 dpi und aktiviertem ICE, was ihm den letzten Platz unter den hier vorgestellten Nikon Scannern einbringt. Im Vergleich zu den Reflecta Pendants spart man aber immer noch fast eine Minute pro Bild.

Coolscan 4000

Auch wenn die Modellbezeichnung und die äußere Erscheinung eine technische Verwandtschaft zum Coolscan IV vermuten lässt, handelt es sich doch um einen grundlegend anderen Scanner. Die Auflösung steigt gegenüber dem kleineren Modell von 2.700 dpi auf 4.000 dpi und die Scangeschwindigkeit liegt sogar über der des neueren Coolscan V.

Ein weiterer, wesentlicher Unterschied liegt in der Art des Anschlusses an den PC. Während der LS-40 USB 2.0 nutzt, setzt der LS-4000 auf eine Firewire Schnittstelle. Ein Betrieb an Notebooks ist nur über eine ExpressCard Adapterkarte möglich.

Bei den meisten modernen Desktops muss ebenfalls eine PCIe Adapterkarte nachgerüstet werden, da die meisten Mainboards nicht mehr über entsprechende Anschlüsse verfügen. Ich habe gute Erfahrungen mit der Adapterkarte von DeLock gesammelt, die unter Windows 10 ohne die Installation zusätzlicher Treiber direkt erkannt wurde. Simple USB zu Firewire Adapter funktionieren hingegen nicht.

Die Bildqualität profitiert von der gegenüber dem Coolscan IV gesteigerten Auflösung, liegt jedoch im Detailreichtum trotz gleicher Auflösung leicht hinter dem Coolscan V. Der Dichteumfang von 4,2 befindet sich im oberen Bereich des technisch machbaren. Sollte dies nicht reichen, kann das hardwareseitig verfügbare Multi-Sampling von Vorteil sein.

Dabei wird jede Scanzeile mehrfach eingelesen und anschließend daraus ein Mittelwert gebildet, bevor der Scanschlitten weiter bewegt wird. Dies führt zu mehr Zeichnung in dunklen Bildpartien. VueScan ist in der Lage, diese Funktion auch mit anderen Scannern zu simulieren, indem Bilder mehrfach hintereinander gescannt und dann miteinander zu einem Gesamtbild verrechnet werden. Der zeilenweise Mehrfachscan arbeitet jedoch präziser und führt zu besseren Ergebnissen.

Ein klarer Vorteil gegenüber den kleineren Coolscan Modellen ist die sehr zügige Scangeschwindigkeit. Knapp über eine Minute benötigt der Coolscan 4000 für einen Scan mit 4000 dpi und aktivierter ICE-Funktion.

Legt man Wert auf eine schnellere Scangeschwindigkeit oder die Nutzung des automatischen Slide Feeders, ist der Coolscan 4000 durchaus dem V-er vorzuziehen. Allerdings muss berücksichtigt werden, dass eine Firewire Schnittstelle bereitgestellt werden muss und die Geräte um einige Jahre älter sind.

Coolscan V / LS-50

Die letzte Version des “kleinen” Coolscans ist gleichzeitig auch die beliebteste – selbst heute noch. Die Auflösung von 4000 dpi und der Dichteumfang von 4,2 entsprechen der Spezifikation des Coolscan 4000. Zum Anschluss an den PC wird USB 2.0 unterstützt.

Auch wenn sich die Spezifikationen ähneln kann man durchaus eine Weiterentwicklung im Bezug auf die Bildqualität feststellen. Die Scans sind minimal schärfer und detailreicher. Um Missverständnissen vorzubeugen: Der Unterschied ist nicht so groß, als dass dies die Entscheidung für oder gegen einen der beiden Scanner beeinflussen sollte. Die Farbabstimmung des Coolscan V erscheint etwas kühler als bei IV und 4000.

Vielmehr dürfte die Frage im Vordergrund stehen, ob man die höhere Geschwindigkeit des LS-4000 oder die erweiterten Anschlussmöglichkeiten benötigt. Der Coolscan V benötigt rund 93 Sekunden , um einen Scan mit 4000 dpi inkl. ICE azuschließen.

Zubehör: Filmeinschübe

Alle drei Scanner sind kompatibel zu den gleichen Filmeinschüben. Lediglich Spezialzuführungen wie der automatische Dia-Feeder und der Filmrollenadapter sind dem LS-4000 vorbehalten.

Dia-Einschub (Slide Mount Adapter) MA-20 (bben) und MA-21

Alle Coolscan Modelle verfügen über einen Diarahmenhalter mit der Bezeichnung MA-20 oder MA-21. Die unterschiedlichen Modellbezeichnungen spiegeln nur eine geringfügige Änderung in Form und Farbe wieder. MA-20 und MA-21 passen gleichermaßen in die Coolscan Modelle IV, 4000, V, 5000.
Der Diarahmenhalter nimmt ein einzelnes, gerahmtes Dia oder einen Halter für Filmstreifen mit maximal 6 Bildern länge auf.

Beim Coolscan IV und 400 gehörte der Filmstreifenhalter FH-3 zum Lieferumfang, mit der V-er Generation musste der Halter optional für ca. 40 Euro erworben werden. Betrachtet man aktuelle (Gebraucht-)Preise von 100 bis 200 Euro für diesen simplen Halter, muss man sich über diese Wertsteigerung schon wundern. Es ist daher empfehlenswert einen Scanner zu erwerben, dem bereits ein Filmstreifenhalter beiliegt.

Sofern ein einzelner Filmstreifenhalter erworben werden muss lohnt sich ein Blick auf den älteren FH-2, der gebraucht mit etwas Glück für 50 Euro zu haben ist. Er ist minimal dünner, funktioniert aber bestens auch in den neueren MA-20/MA-21 Halterungen.

Nikon Filmstreifenhalter FH-2 (oben) und FH-3

Der Einschub ist eigentlich nur für stark gewölbte oder kurze Negative empfehlenswert, da der Vorschub manuell erfolgt und der Halter nach drei Bildern gedreht werden muss.

Für Filmstreifen ist der automatische Einzug SA-21 deutlich besser geeignet. Dieser wurde mit den Modellen Coolscan IV und 4000 eingeführt und beim Coolscan V und 5000 unverändert übernommen. Der automatische Einzug nimmt Filmstreifen von drei bis 6 Bildern länge entgegen und transportiert diese automatisch durch den Scanner.

Der Transport erfolgt sehr zuverlässig, so dass man z.B. in Vuescan zunächst einen Vorschauscan aller Bilder vornimmt und anschließend den jeweiligen Bildausschnitt festlegt, bevor der automatische Scan aller Bilder beginnt. Es ist leider nicht praktikabel, nur das erste Bild als Vorschau zu scannen und den Scanbereich universell für alle nachfolgenden Bilder festzulegen, da zwischen den einzelnen Bildern auf der Längsachse ein Versatz entsteht.

Nikon Filmstreifeneinzug SA-21

Dieser Versatz ist allerdings trotz mehrfachen Vor- und Zurückfahrens des Filmstreifens während Vorschau und Scan konstant, so dass in Summe ein hoher Automatisierungsgrad mit wenig Notwendigkeit für Korrekturen erreicht wird. Dies ist auch ein großer Pluspunkt im Vergleich zum Reflecta RPS 10M, dessen automatischer Transport nicht so zuverlässig arbeitet.

Reinigung von Geräten

Die Coolscan Geräte sind nun schon einige Jahre alt, verrichten aber immer noch zuverlässig ihren Dienst. Dies ist insbesondere auf ihren mechanisch robusten Aufbau zurückzuführen. Über die Zeit hinweg dringt mit jedem gescannten Dia oder Negativ Staub ins Innere des Gerätes ein, was nach einigen Jahren eine Reinigung des optischen Systems notwendig macht.

Auch wenn die von Nikon gewählte Konstruktion auf den ersten Blick merkwürdig erscheint, ist das optische System doch recht Wartungsfreundlich aufgebaut. Der CCD Sensor scannt über eine waagerecht verschiebbare Optikeinheit ein Spiegelbild des Negativs, welches über einen 45 Grad geneigten Spiegel unterhalb des Negativs erzeugt wird. Staub, welcher durch den Einschub in den Scanner gelangt, lagert sich mit der Zeit auf dem Spiegel ab. Der Vorteil ist aber, dass zur Reinigung die Optik nicht berührt werden muss (oder nur in Ausnahmefällen). Es reicht, den Spiegel – mit größter Vorsicht ! – auszubauen und zu reinigen. Dazu gibt es diverse Anleitungen im Internet, zum Beispiel hier: Cleaning Coolscan 5000 Mirror.

Alle Geräte, die ich bisher geöffnet habe, litten unter einer mehr oder weniger starken Verschmutzung des Spiegels. Nach erfolgreicher Reinigung gehen Überstrahlungen von hellen (bei Dias) oder dunklen Bereichen (bei Negativen) zurück und das Bild wirkt insgesamt kontraststärker und klarer.

Vermschmutzter Spiegel des Coolscan IV

Coolscan IV vor (links) und nach (rechts) der Reinigung

Coolscan IV vor (links) und nach (rechts) der Reinigung

 

Fazit und Empfehlung

Zunächst gilt es die Frage zu beantworten, ob man einen neuen oder gebrauchten Scanner erwerben möchte.
Bei Neuware gilt die Empfehlung dem Reflecta ProScan 10T. Der ausschließlich automatische Transport des RPS 10M schränkt die Nutzbarkeit des teureren Modells deutlich ein. Der geringe Vorteil in der Bildqualität wiegt diesen Nachteil meiner Meinung nach nicht auf.

Bei Gebrauchtware haben sich die Nikon Modelle Coolscan 4000 und V die Kaufempfehlung verdient – trotz des mittlerweile hohen Alters der Geräte. Eine vernünftige Wartung vorausgesetzt, liefern sie auch heute noch eine exzellente Bildqualität bei solidem mechanischem Aufbau.

Modell Reflecta ProScan 10T Reflecta RPS 10M Nikon Coolscan IV Nikon Coolscan 4000 Nikon Coolscan V
Auflösung 5000 dpi 5000 dpi 2900 dpi 4000 dpi 4000 dpi
Dichteumfang 3,9 4,2 3,6 4,2 4,2
Zeit für einen Scan mit voller Auflösung (Minuten) 02:46 02:40 01:49 01:02 01:34

Beispielscans

Bei den nachfolgenden Beispielen ist zu beachten, dass alle Bilder mittels Vuescan von einem Farbnegativfilm (Fuji Superia 200) eingescannt wurden. In Vuescan wurde für die Farbabstimmung die Einstellung „Generic Color Negative“ verwendet und der Weißabgleich per Automatik ermittelt. Dies führt in Kombination mit verschiedenen Scannern zu recht unterschiedlichen Ergebnissen.

Die Beispiele sind daher nicht geeignet, Rückschlüsse auf die Farbabstimmung der jeweiligen Scanner zu ziehen! Die Einstellmöglichkeiten der Scanprogramme bezogen auf Filmmaterial und Scanner sind zu umfangreich, um hier eine farbliche Beurteilung zu ermöglichen – insbesondere bei Farbnegativfilm.

Der hier verwendete Fuji Superia 200 gilt allgemein als schwierig zu scannen. Wahrscheinlich auch deshalb erscheint der Coolscan V im Vergleich zu den anderen als deutlich kühler. Generell scheint der Scanner etwas neutraler abgestimmt zu sein, der hier sichtbare Unterschied ist jedoch deutlicher als mit anderen Filmen.

Bitte beurteilen Sie anhand dieser Dateien lediglich das Auflösungsvermögen der jeweiligen Scanner.

Reflecta ProScan 10T, 5000 dpi, Fuji Superia 200

Reflecta ProScan 10T, 5000 dpi

Relfecta ProScan 10T, 5000 dpi

Relfecta ProScan 10T, 5000 dpi

Reflecta ProScan 10T, 5000 dpi

Reflecta ProScan 10T, 5000 dpi

Refelcta ProScan 10T, 5000 dpi

Refelcta ProScan 10T, 5000 dpi

Reflecta RPS 10M, 5000 dpi, Fuji Superia 200

Reflecta RPS 10M, 5000 dpi

Reflecta RPS 10M, 5000 dpi

Reflecta RPS 10M, 5000 dpi

Reflecta RPS 10M, 5000 dpi

Reflecta RPS 10M, 5000 dpi

Coolscan IV, 2900 dpi, Fuji Superia 200

Coolscan IV, 2900 dpi

Coolscan IV, 2900 dpi

Coolscan IV, 2900 dpi

Coolscan IV, 2900 dpi

Coolscan IV, 2900 dpi

Coolscan IV, 2900 dpi

Coolscan 4000, 4000 dpi, Fuji Superia 200

Coolscan 4000, 4000 dpi

Coolscan 4000, 4000 dpi

Coolscan 4000, 4000 dpi

Coolscan 4000, 4000 dpi

Coolscan 4000, 4000 dpi

Coolscan 4000, 4000 dpi

Coolscan 4000, 4000 dpi

Coolscan V, 4000 dpi, Fuji Superia 200

Coolscan V, 4000 dpi

Coolscan V, 4000 dpi

Coolscan V, 4000 dpi

Coolscan V, 4000 dpi

Coolscan V, 4000 dpi

Coolscan V, 4000 dpi

Coolscan V, 4000 dpi

SW-Testreihe

 Rollei RPX 25  Ilford PanF+

Reflecta ProScan 10T, 5000dpi

Relfecta ProScan 10T, 5000 dpi

Reflecta RPS 10M, 5000 dpi

Reflecta RPS 10M, 5000 dpi

Coolscan IV, 2900 dpi

Coolscan IV, 2900 dpi

Coolscan 4000, 4000 dpi

Coolscan 4000, 4000 dpi

Coolscan V, 4000 dpi

Coolscan V, 4000 dpi