Nikon Z7 mit Z 24-70mm 4,0 S – RAW Dateien zum Download

Das Z 24-70mm 4,0 S macht mir an der Z7 zunehmend Spaß. Bis auf deutliche Vignettierung bei Offenblende kann die optische Leistung mehr als überzeugen.

Hier einige Beispielbilder als RAW Dateien zum Download:

24mm 4,0

24mm 5,6

24mm 8,0

27mm 4,0

27mm 5,6

27mm 8,0

36mm 4,0

36mm 5,6

36mm 8,0

70mm 4,0

70mm 4,0

70mm 5,6

24mm 8,0

30,5mm 8,0

Z7 im Zoo – Batterieleistung und AF Tracking

Nach 2,5 Stunden und 421 Bildern wies der EN-EL15b Akku noch 41% Restladung aus. Da der Himmel überwiegend bedeckt war und es im Oktober am Vormittag nicht mehr ganz so hell ist, mussten Monitor und Sucher in der Helligkeit nicht so weit hoch geregelt werden. Dies dürfte den Stromverbrauch positiv beeinflusst haben. Bei vollem Sonnenschein gehe ich unter normalen Umständen von 3 bis 4 Stunden Betriebsdauer mit ca. 500 bis 600 Bildern pro Akkuladung aus. Bei vielen schnellen Bildserien sind sicherlich mehr als 1000 Fotos pro Akkuladung drin.

Mit dem neuen “Auto Area“ AF Modus, der das 3D Tracking der Spiegelreflexkameras ersetzt, konnte ich bisher nicht viel anfangen, befinde mich aber auch noch in der Einarbeitungsphase. Um diese Funktion beurteilen zu können, braucht man sicherlich mehr Zeit.

In AF-C und mit dem Fokuspunkt Wide-S kam ich für sich schnell bewegende Objekte am besten zurecht. Eine Referenz für Fokustracking sind für mich die Seelöwen. Sie bewegen sich schnell und ändern oft die Richtung.

Hier ein Beispiel für das Tracking in AF-C, eine Zusammenstellung von 100% Crops. Die EXIF Daten sind als Screenshot in den jeweiligen Ausschnitten hinterlegt. Lediglich Bild Nummer 4 liegt vom Fokus her leicht daneben:

Meiner Meinung nach schneidet das Tracking besser ab als mit der D800, erreicht jedoch nicht das Niveau einer D4. D500 und D850 spielen aufgrund des neuen AF Moduls in einer anderen Liga.

Im AF-S Modus empfinde ich die Z7 vergleichbar zur D850 was Geschwindigkeit und Präzision des Autofokus anbetrifft.

Objektive von Fremdherstellern an der Z7 mit FTZ Adapter

Folgende Objektive, die nicht von Nikon stammen, konnte ich bisher an der Z7 mit FTZ Adapter ausprobieren:

Sigma non-OS 150mm 2,8: Kein AF (wie auch bereits an D500, D800, D4 mit neuester Firmware)

Sigma 12-24mm 4,5-5,6 II: AF funktioniert

Sigma 150-600mm 5,0-6,3 Sport: AF und VR funktionieren

Sigma 105mm 2,8 OS Macro (Kaufdatum 2016, ältere Exemplare benötigen ggf. ein Firmwareupdate): AF und VR funktionieren

Tamron 70-300mm 4,0-5,6 Di VC USD: AF und VR funktionieren

Tamron 28-75mm 2,8 mit internem Motor: AF funktioniert

Tamron 150-600mm 5,0-6,3 Di VC USD (G1): kein AF, kein VR. Manueller Fokus funktioniert.

Verhalten des FTZ Adapters an der Z7 mit AF-P, AF-S, AF-D, AI/AI-S Objektiven

Der FTZ Adapter erlaubt die Verwendung von F-Mount Objektiven am neuen Z Bajonett. Je nach Objektivbauart verhält sich der Adapter dabei allerdings unterschiedlich.

  • AF-P und AF-S Objektive: AF Funktion, VR falls vorhanden als Kombination aus Objektiv VR und IBIS, die Blende wird über die Kamera gesteuert geschlossen bis Blendenwert 5,6 erreicht ist. Der EVF/Monitor zeigt somit bis zur Blende 5,6 die jeweilige Tiefenschärfe an. Wird eine kleinere Blende eingestellt, erfolgt die Abblendung erst zur Aufnahme. Eine Blendenvorschau über Blende 5,6 hinaus ist möglich, sofern ein programmierbarer Fn Knopf entsprechend belegt wird.
  • AF-D Objektive: mangels Antriebsmotor im FTZ Adapter können Objektive mit AF oder AF-D Stangenantrieb nur als manuell zu fokussierendes Objektiv verwendet werden. Die Blendeneinstellung erfolgt wie bei AF-S und AF-P über die Kamera, gleiches Verhalten beim Abblenden.
  • AI-P, PC-E Objektive: manueller Fokus, Einstellung der Blende über die Kamera. Abblendverhalten bis 5,6 wie zuvor.
  • AI/AI-S Objektive ohne CPU: die Blendeneinstellung erfolgt über den Blendenring. Die Blende wird unmittelbar eingestellt, dies bedeutet auch über f/5,6 hinaus. Der FTZ schwenkt bei Objektiven ohne CPU den Blendenhebel in die Ruheposition, womit die Blende rein am Objektiv direkt eingestellt wird (Belichtungsmessung bei Arbeitsblende). Der Sucher ist – je nach Lichtsituation – jedoch nicht immer in der Lage mit Hilfe des einfallenden Lichtes die spätere Belichtung zu simulieren. Daher kann das Sucherbild bei weiter geschlossener Blende vom finalen Bild abweichen und deutlich dunkler erscheinen. Es findet keine Rückmeldung über die eingestellte Blende statt, da weder der FTZ noch die Z7 über einen hardwareseitigen AI-Indexer verfügen. In den EXIF Daten der Fotos wird die in der Kamera eingetragene Brennweite und Offenblende hinterlegt, die eingestellte Blende kann nicht in die Daten geschrieben werden.

Allen Objektiven am FTZ ist gemeinsam, dass der FTZ beim Einschalten oder nach dem Aufwachen aus dem Standby die Blende zunächst vollständig öffnet und anschließend auf die eingestellte Blende (bis zur Blende 5,6 bei Objektiven mit CPU und Steuerung der Blende über die Kamera) schließt.

Nikon Z 24-70mm 4,0 S – mehr als nur ein Kitobjektiv

Seit Freitag wird die Z7 in Deutschland ausgeliefert. An einem recht vollgepackten Wochenende inklusive Photokina am Samstag hatte ich dennoch ausreichend Gelegenheit, erste Erfahrungen mit der Z7 und dem Nikkor Z 24-70mm 4,0 S zu sammeln. Zur Kamera selber werde ich erst später etwas schreiben, zu unterschiedlich ist die Bedienung im Vergleich zur D850.

Anders sieht es beim Objektiv Z 24-70mm 4,0 S aus. Dieses im Kit für 600 Euro Aufpreis erhältliche und einzeln 1099 Euro kostende Objektiv stellt eine erste Demonstration dessen dar, was das neue Bajonett an optischer Leistung zulässt.

Die Haptik des Z 24-70mm 4,0 ist recht gut und deutlich besser als die eines klassischen F Kitobjektivs wie z.B. dem AF-S 24-85mm VR. Es reicht jedoch nicht an die massive Bauweise eines AF-S 24-70mm 2,8 heran. Die Verarbeitung ist sehr gut, der großzügig dimensionierte Zoomring gummiert, während der deutlich dünner ausgeführte Fokusring aus Hartplastik besteht. Der Fokusring setzt die Drehbewegung in elektronische Signale um, die anschließend an den internen Fokusmotor weitergegeben werden (Focus by wire). Es gibt demnach keine physikalische Kopplung zwischen Fokusring und Linsengruppe mehr.

Die optische Leistung ist auf den ersten Blick exzellent. Die Schärfe ist über den gesamten Brennweitenbereich hinweg bis an die Ränder und in die Ecken ab Offenblende sehr gut, ab f/5,6 hervorragend. Speziell die Schärfe bei Blende 4 in den Ecken ist sehr erstaunlich und deutlich besser als beim AF-S 24-70mm 2,8 G. Bildfeldwölbung im Weitwinkelbereich scheint dem Z 24-70mm 4,0 fremd zu sein. Lediglich die Vignettierung ist beim Z 24-70mm 4,0 offenblendig deutlich ausgeprägter, ab Blende 5,6 jedoch vernachlässigbar.

Aberrationen sind moderat vorhanden und auf dem Niveau professioneller Zooms, Farbgebung und Kontrast sind mit dem AF-S 24-70mm 2,8 G vergleichbar, wenn auch etwas kühler. Verzeichnung habe ich bisher nicht getestet.

Eine ausführliche Beschreibung des Z 24-70mm werde ich zu einem späteren Zeitpunkt in der entsprechenden Kategorie dieser Webseite nachreichen. Dennoch möchte ich bereits jetzt jedem potentiellen Käufer einer Z6 oder Z7 den Erwerb des Z 24-70mm 4,0 S wärmstens empfehlen. Für 600 Euro Aufpreis erhält man ein exzellentes Objektiv, für das man nur auf eine Blende Lichtstärke verzichten muss. Auch für Besitzer eines der beiden AF-S 24-70mm 2,8 G oder E VR stellt die Z-Variante mit Ausnahme der Vignettierung ein Upgrade im Hinblick auf die optische Leistung dar.

Hier noch einige Beispielbilder Z7 mit Z 24-70mm 4,0 S:

Z7 Z24-70mm @ 70mm und Blende 4,0:  JPEG  RAW

Z7 Z24-70mm @ 24mm und Blende 4,0:  JPEG  RAW

Z7 Z24-70mm @ 24mm und Blende 5,6:  JPEG  RAW

Z7 Z24-70mm @ 24mm und Blende 4,0 (Distanztest, 1/3):  JPEG  RAW

Z7 Z24-70mm @ 24mm und Blende 5,6 (Distanztest, 2/3):  JPEG  RAW

Z7 Z24-70mm @ 24mm und Blende 8,0 (Distanztest, 3/3):  JPEG  RAW

HIER sind weitere RAW Dateien zum Download

© 2018 Dennis Saßmannshausen Fotografie

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